Externe Jobangebote

Durch den allgemein herrschenden Fachkräftemangel kommt es immer häufiger vor, dass Unternehmen passive Kandidat:innen in Betracht ziehen. Externe Jobangebote an die eigenen Mitarbeiter:innen lässt jedes Unternehmen anders reagieren. Mehr Gehalt und eine gute Workplace Wellness können da helfen. Doch was können Unternehmen noch tun, wenn ihre Mitarbeiter:innen von anderen Betrieben Jobangebote bekommen?

Eine interessante und doch eher unkonventionelle Methode wäre, die eigenen Angestellten dazu zu motivieren, die externen Angebote in Betracht zu ziehen. Was auf den ersten Blick fremd und kontraintuitiv scheint, kann einem Unternehmen viele Vorteile bringen.

Weiterentwicklung

So gut wie alle Unternehmen werben im Einstellungsprozess damit, dass sie ihre Mitarbeiter:innen fördern und es womöglich sogar Aufstiegschancen innerhalb des Unternehmens gibt. Für viele Jobsuchende ist das das ausschlaggebende Kriterium sich für einen Job zu bewerben oder ihn sogar anzunehmen.

Umso größer ist die Enttäuschung, wenn die Mitarbeiter:innen erkennen, dass die Aussage, es gebe die Möglichkeit, im Unternehmen weiterzukommen, nur eine Floskel war, um möglichst viele Talente anzulocken und zu überzeugen.

Mitarbeiter:innen zu motivieren externe Jobangebote in Betracht zu ziehen, zeigt ihnen, dass sie die Möglichkeit haben aufzusteigen – auch wenn nicht im eigenen Unternehmen. Wenn Mitarbeiter:innen erkennen, dass es ihrem Arbeitgeber wichtig ist, dass sie ihre Ziele erreichen, auch wenn dies bedeutet, dass das Unternehmen eine Kraft verliert, kann sich dies positiv auf die Einstellung der Mitarbeiter auswirken. Das kann dazu führen, dass die Talente ihre Zukunft doch bei ihrem aktuellen Unternehmen sehen.

Offenheit als interne Kommunikation

Wenn Mitarbeiter:innen bemerken, dass ihr Arbeitgeber sie dabei unterstützt externe Jobangebote zu erwägen, kommunizieren sie auch offener darüber. Sollte also ein Angestellter ein Jobangebot bekommen und der Arbeitgeber war diesem Thema gegenüber immer sehr verschlossen, wird er auch nicht darüber informiert.

Arbeitgeber jedoch, die immer offen über die Möglichkeiten der Mitarbeiter kommuniziert haben und diese sogar ermutigt haben, werden viel eher eingeweiht. Das gibt dem Unternehmen einerseits die Möglichkeit sich auf einen eventuellen Verlust an Kräften vorzubereiten und andererseits kann das Unternehmen offen mit dem/der Angestellten über dessen Wünsche reden. Sollte der/die Arbeitnehmer:in die externe Stelle aus einem bestimmten Grund in Betracht ziehen, kann noch über die aktuellen Arbeitsbedingungen verhandelt werden und so ein Verlust vermieden werden.

Repräsentation

Diese offene interne Kommunikation ist aber nicht der einzige Vorteil dieser Methode. Auch die externe Kommunikation sollte hier als Vorteil gesehen werden. Aber wie kann eine gute externe Kommunikation eine positive Folge davon sein, Mitarbeiter:innen zu ermutigen, einen anderen Job anzunehmen?

Wenn ein/e Mitarbeiter:in mit dem positiven Gefühl geht, dass das Unternehmen ihn/sie unterstützt und ermutigt hat, wird er/sie wahrscheinlich auch nach außen hin positiv über das Unternehmen berichten.

Das hinterlässt nicht nur bei Kunden und Partnern des Unternehmens ein gutes Image sondern auch bei potenziellen Bewerber:innen